Ich werde oft gefragt, wie ich arbeite und welche Trainingsmethoden ich anwende. Eine sehr berechtigte Frage, denn als HundebesitzerIn möchte man natürlich wissen, ob die „Philosophie“ des Hundetrainers den eigenen Vorstellungen entsprechen und auch dem geliebten Vierbeiner gefallen. Ich stelle die Beziehung zwischen Halter und Hund klar in den Mittelpunkt meiner Arbeit. Ein respektvoller Umgang und gewaltfreies Training sind für mich selbstverständlich und haben oberste Priorität!

Jede Hundebesitzerin und jeder Hundebesitzer hat eine ganz eigene Vorstellung darüber, wie das Zusammenleben mit seinem Hund aussehen soll, was sein Hund können muss, was die absoluten no goes sind und welche Rolle sein Hund erfüllen soll. Sei es als Familienmitglied, als Kumpel, als Beschützer, als Weggefährte, als Sportpartner, usw.

Probleme entstehen erfahrungsgemäß meist dann, wenn Halter und Hund unterschiedliche Vorstellungen davon haben, wie ihr Alltag ablaufen soll und der Besitzer Schwierigkeiten hat, seinen Hund richtig verstehen zu können.
Meine Aufgabe besteht daher hauptsächlich darin, die Vorstellungen beider Parteien so in Einklang zu bringen, dass sie als harmonisches Team durch den Alltag gehen, sich gegenseitig verstehen und aufeinander verlassen können. Sei es in den eigenen vier Wänden oder beim Spaziergang, in Gesellschaft oder im öffentlichen Verkehr.

Bei einem Gespräch lassen sich am besten die persönlichen Vorstellungen und Wünsche ansprechen. Ziel muss es dabei sein, das Training so zu gestalten, dass dreierlei erreicht wird:
1. der Besitzer kann sich damit identifizieren
2. der Hund arbeitet gerne mit
3. beide sind motiviert und können die Aufgaben im Alltag gut und leicht umsetzen.

Fazit: Die eine Methode gibt es nicht! Eine individuelle Trainingsmethode sollte immer gemeinsam mit Halter und Hund erarbeitet werden. Sie sollte gut und gerne durchführbar sein, klar in der Kommunikation zwischen Besitzer und seinem Hund sein und zielorientiert zu einem stimmigen Teamwork führen.